Kleine Geschichten vom Körpertypen

Ein Mensch mit breiten Schultern geht anders durchs Leben, als ein Schmalbrüstiger, ein Dickleibiger anders als ein Feingliedriger. Der eine wird ausflippen, wenn er erfährt, dass sich seine Partnerin neu verliebt hat, der andere wird bewusstlos in sich zusammensinken, der Dritte resigniert denken, dass er das schon immer kommen sah, ein anderer wird gehen und schweigen. 

#01  Körpertypus – Versuch einer Einschätzung

Körpertypen können wir zwar entwicklungspsychologisch erklären, doch sagt das alleine noch nicht alles aus. Letztendlich ist jeder Versuch einer Kategorisierung auch der Versuch einer von vielen Möglichkeiten, mit bestimmten Grundmustern, in dem Falle Körpermustern, näher ins Verständnis zu kommen.

Lassen wir uns also persönlich berühren, um möglicherweise bestimmte Verhaltensmuster zu erkennen, die sich besonders deutlich in Stress- oder Gefahrensituationen zeigen.

#02  Gleiche Situation – unterschiedliche Beantwortung

Du gehst am Abend alleine im Park spazieren, es wird dunkel. Plötzlich steht jemand vor dir und will wohl was von dir: Was tust du?

Du fliehst?

Du erstarrst?

Du brichst ohnmächtig zusammen? 

Du atmest tief durch und schlägst zu?

Du hängst an zu jammern und verwickelst den Aggressor in Storys?

Du fängst an, laut zu brüllen?

Du fängst an, dich durch schnelles, wendiges, geschicktes Manöver zu befreien?

In den oben genannten unterschiedlichen Herangehensweisen in einer prekären Situation, wirft unser neurobiologisches und neurochemisches System eine Handlung aus, wie der Spielautomat die Münzen.

Eingeschliffene Reaktionsmuster können uns als Überlebensstrategie in Notfällen helfen. Doch wenn der Säbelzahntiger im Moment nicht vor der Höhle wartet, unser Leben also nicht bedroht ist, dann sind die Maßnahmen unseres Programms „das Überleben sichern müssen“ weniger lebensrettend als eher hinderlich – zum Beispiel, wenn es darum geht, neue Erfahrungen zu machen und das Leben kreativ zu beantworten.

Schauen wir also fragend – mit etwas Humor – auf einige mögliche Vorlieben der Körpertypen mit schizoiden, oralen, psychopathischen, masochistischen und rigiden Tendenzen.

Lass die Fragen (#3 bis #7) auf dich wirken. Stelle fest, in welchen Blocks du dich am ehesten wiederfindest. Es können dich möglicherweise auch 2 oder 3 Blocks ähnlich stark ansprechen.  

#03  

Im Urlaub fährst du am liebsten in die Berge oder in einsame Gegenden
Du hast Angst vor Nähe
Partnerschaft ist nur bedingt was für dich
Im Club sitzt du eher am Rande und beobachtest die Szenerie
Du gehst nicht sehr gerne unter Menschen
Menschenmassen sind dir ein Graus
Bei Streit, ziehst du dich eher zurück 
Anvertraute Geheimnisse behältst du eher für dich
Du hast eher wenig Freunde
Du liebst die Künstlerschaft
Du magst abstraktes Interieur
Wenn dir jemand gegenübersitzt und dir gut gefällt, tust du eher nichts
Sensibilität ist einer deiner Stärken
Aufdringlichkeit stört dich
Dein körperliches Erscheinungsbild ist am ehesten „normal“,
etwas ungleichförmig möglicherweise.
Folgende Aussagen könnten von dir schon gekommen sein:
„Ich vertraue niemandem, mir selbst am allerwenigsten.“
„Ich weiss nicht so richtig wer ich bin.“

Ein bisschen der „Schizo-Typ“ bist du schon.
Magst du eigentlich Gruselfilme?

#04  

Du fährst gerne an die Sonne, liebst das Meer und vor allem Menschen
Du hast am meisten Angst vor dem Alleinsein
Du überschüttest deinen Partner gerne mit Zärtlichkeiten 
Im Club schaust du hilflos herum und wartest darauf, dass dich jemand anspricht
Bei Streit redest du ruhig auf deinen Gegner ein
Ein anvertrautes Geheimnis erzählst du nur engen Freunden weiter, auf die du dich wirklich verlassen kannst
Als Kind wolltest du am liebsten reich werden
Beim Flirten lächelst du gerne schüchtern zurück
Allein sein fällt dir schwer
Kargheit magst du am wenigsten
Du liebst Ästhetik oder Fantasie
Du hast eher viele Freunde
Am meisten stört dich ausgeschlossen sein
Dein Körperbild ist eher dünn.
Die folgenden Sätze könnten von dir sein:
„Sobald ich vertraue, werde ich im Stich gelassen.“
„Ich bekomme nie genug.“

Ein bisschen der „Orale-Typ“ bist du schon.
Magst du eigentlich romantische Filme?

#05

Du liebst Abenteuerurlaub
Im Club gehst du auf die Tanzfläche
Du flirtest mit den Augen
Bei einem Streit schreist du zurück
Du magst es am wenigsten, zu verlieren
Schwach sein fällt dir am schwersten
Du hast Angst vor Unterdrückung
Am meisten stört dich Manipulation
Ein anvertrautes Geheimnis vergisst du
Du hast wenige gute Freunde
Als Kind wolltest du berühmt werden
Deine Wohnung ist eher praktisch eingerichtet 
Dein körperliches Erscheinungsbild ist eher kräftig.
Die folgenden Sätze könnten von dir sein:
„Ich vertraue niemandem. außer mir selbst.“ 
„Ich darf nicht aufgeben.“

Ein bisschen der „Psychopath-Typ“ bist du schon.
Magst du eigentlich Actionfilme?

#06

Im Urlaub bleibst du gerne daheim oder fährst gerne immer wieder an denselben Ort
Im Club fühlst du dich unwohl, versuchst es allerdings nicht zu zeigen
Beim Flirten schaust du sehnsüchtig, schweigst dann jedoch
Bei einem Streit gibst du um des lieben Friedens willen nach 
Du magst überhaupt keinen Stress
Du hast sehr wenige gute Freunde
Dich stört am meisten Erniedrigung
Du hast Angst vor Demütigung
Ein anvertrautes Geheimnis versuchst du nicht weiterzuplappern
Als Kind wolltest du nichts besonderes werden
Deine Wohnung ist behaglich eingerichtet
Folgende Sätze kommen dir bekannt vor: 
Dein körperliches Erscheinungsbild ist eher voluminös.
Diese Gedanken oder Sätze wirst du von dir kennen:

„Ich verachte mich selbst.“
„Ich verdiene nicht, dass jemand mir vertraut.“

Ein bisschen der „Masochistische Typ“ bist du schon.
Magst du humorvolle Filme?

#07

Du möchtest im Urlaub möglichst viel sehen und erleben 
Im Club versuchst du mit netten Menschen ins Gespräch zu kommen
Um zu flirten, sprichst du dein Gegenüber direkt an
Bei einem Streit erklärst du deinem Gegenüber, dass du auch noch andere Freunde hast
Ein anvertrautes Geheimnis kannst du schwer für dich behalten
Als Kind wolltest du gerne Sportler oder Schauspieler werden
Lebendigkeit ist eine starke Eigenschaft von dir
Deine Wohnung ist anspruchsvoll eingerichtet
Du hast einige Freunde
Schwach sein gefällt dir gar nicht 
Du hast Angst vor Abhängigkeit
Abweisung stört dich sehr
Dein Körperbild ist eher ausgeglichen
Folgende Sätze könnten von dir sein:
„Wenn ich zu viel vertraue, ist meine Freiheit in Gefahr.“
„Ich muss etwas leisten.“

Ein bisschen der „Rigide Typ“ bist du schon.
Magst du erotische Filme?

Du hast unbedarft und aus dem Bauch heraus deine Antworten gefunden? Mehr Hintergründe zu den einzelnen Körpertypen findest du in den folgenden kleinen Ausführungen, ohne Anspruch auf vollständige Beschreibung.

Da wir als Mensch verschiedene Lebensphasen durchlaufen, ist möglicherweise auch jeder Zustand oder jedes mind-set im Laufe des Lebens schon einmal in dir aktiviert worden.

#08 zu #03 Woran du schizoide Tendenzen bei dir und anderen erkennst 

Du kennst die schizo-typische Angst einfach nur vernichtet zu werden und empfindest die Umwelt als feindselig und abweisend. Deine Fantasiewelt ist groß, denn in dieser sicherst du dich vor existenzieller Bedrohung.

Über all das kann eine starke Wut in dir „wüten“ und daher liegen dir manchmal verletzende Worte auf der Zunge. Unter Journalisten oder Kabarettisten sind verhältnismäßig häufig schizoide Typen zu finden.

Manchmal schauen deine Augen ins Leere und auf andere wirkst du abwesend, deine Stimme oft unbeteiligt oder verwirrend. Oft ist die Energie in deinem Körper zurückgehalten, du hast eine hohe Spannung auf den Gelenken und eher kalte Hände und Füße.

In Beziehung sein – was klingt in dir dabei an?

Das Gefühl alleine zu sein und möglicherweise gejagt zu werden ist entsetzlich für ich. In deiner eigenen Welt lebend, neigst du dazu dein Denken von deinem fühlenden Körper zu „separieren“. Das Besondere fasziniert dich. Du hast eine starke „Aura“ und bist in bestimmten Bereichen genial drauf. Deine Innenwelt ist grenzenlos und kreativ, deine Wahrnehmungsfähigkeit sehr sensibel. 

Die Bereitschaft durch Zweifel hindurchzugehen und zu „suchen“, was jenseits des Zweifels liegt, ist deine große Stärke. Lasse Körpergefühl und Nähe (auch zu dir selbst) zu, nur so kannst du Liebe erfahren. Lass dir Zeit und „erde“ deine Erfahrungen.

Wie du mit einem Schizoiden-Typus in deiner Nähe umgehen kannst

Sei vor allem ehrlich und auch behutsam, geduldig und liebevoll!

Sei ehrlich, denn er durchschaut „Verstellen und Lügen“. Sei leise und behutsam, denn er erschrickt sich durch lautes Geschrei und grobes Gertrampel. Sei geduldig, weil er/sie Zeit braucht für Öffnung und Vertrauen. Sei liebevoll und gib ihm/ihr das Gefühl, dazuzugehören und dass du seine/ihre Nähe geniesst.  

#09 zu #04 Woran du orale Tendenzen bei dir und anderen erkennst

Der Entzug von Wärme und Nahrung im frühen Lebensalter hinterlässt Auswirkungen. Vielleicht hast du nach Nähe gerufen, doch irgendwann deine Sehnsucht unterdrückt. Du suchst nach Energie, nach Unterstützung und nach Stärkung – auch heute noch.

Du hängst möglicherweise in den Seilen, dein Körper fühlt sich schlapp an, du suchst deinen Gleichgewichtssinn und Erdung. Durch ein Mangelgefühl kennst du Sehnsucht und Einsamkeit gut. Deine Überzeugung könnte sein: „Nur wenn ich schwach bin und zusammenbreche, bekomme ich Zuwendung. Die Stärkung soll von außen kommen“.

Wie schaut es mit deinem Austausch in Beziehungen aus?

Wirst du schnell müde und körperschlapp, nimmst du alles, was du bekommen kannst, bist jedoch voller Angst, zu viel zu geben. Trägst du tief im Inneren den Gedanken, dass die Welt dir etwas schuldet? Kennst du Eifersucht und bist du der Meinung, dass dir die Liebe des anderen zusteht? Du möchtest umsorgt und behütet werden?

Oder hast du eines Tages beschlossen, eh alles alleine machen zu müssen und dich auf niemanden verlassen zu können. Du neigst zu hektischer Betriebsamkeit und dein Körper ist eher überspannt? Deine größte Angst ist es schwach und abhängig zu sein?

Lerne deine Bedürftigkeit zu akzeptieren, zu zeigen und Unterstützung anzunehmen, dort wo es wirklich angesagt ist. Du hast die Kraft in dir, auf eigenen Füßen zu stehen, du kannst selbständig sein. Du hast Energie, etwas zu geben und zu teilen.

Entwickle dein Gefühl für deine Fähigkeiten, zum Beispiel Stimmungen unmittelbar zu erkennen und hebe deinen Energiepegel an. 

Wie du mit einem „Oralen“ umgehen kannst

Um einen Oralen längere Zeit ertragen zu können, widerstehe immer und immer wieder der Versuchung, dir das letzte Hemd auszuziehen. Sobald du ihm den kleinen Finger reichst, nimmt er/sie deine ganze Hand… nein… deinen Arm. Auch wirst du möglicherweise auf mangelnde Entscheidungskraft stoßen oder das Fähnchen dreht sich öfter im Wind.

Wenn du gut zu einem Oralen Typ sein möchtest, dann sei zuerst gut zu dir selbst!

So maßlos ein in seinen Metern gefangener Oraler im nehmen ist, so unendlich viel kann er geben, wenn er gelernt hat sich selbst zu lieben und aufblühst. Die Stärke des oralen Typus ist zärtlich, sinnlich und ausdauernd sein zu können und ein untrügliches Gespür für Stimmungen zu haben. 

#10 zu #05  Woran du psychopathische Tendenzen bei dir und anderen erkennst 

Du warst schon von kleinauf ein/e kleine/r TyrannIn oder ein/e VerführerIn par Excellence. Du hast Lust an der Macht und Lust daran, sich diese immer und wieder zu erobern. Sadismus kann zu deinem Spiel dazugehören.

Du hast schon sehr früh gelernt, dich gegen KonkurrentInnen zu behaupten? Möglicherweise hast du einen großen Wirkungsgrad in der Partnerschaft deiner Eltern eingenommen. Gleichzeitig hast du die mütterliche oder väterliche Wärme eingebüßt. 

Du wurdest gedemütigt, als klein und unwichtig dargestellt, andererseits solltest du es Vater oder Mutter recht machen für ihre Belange – deine Wehrlosigkeit wurde tendenziell ausgenutzt.

Mögliche Auswirkungen in deiner Beziehung:

Jähzorn in dir und das Spiel der Manipulation hast du dir früh zu eigen gemacht. Du bis also gut darin, zu beherrschen, zu kontrollieren, vielleicht auch zu blenden. 

Dein Credo ist: Wenn du schwach bist, wirst du ausgenutzt. Wenn du Stärke demonstrierst, hast du alle Freiheiten. 

Dein Körperbau ist oft stark im Schulterbereich und deine Augen meist sehr wach, dein Blick jedoch häufig misstrauisch oder sogar stechend. Wenn dir verführerische Manipulation näher liegt, dann hast du eher eine weiche und angenehme Stimme. 

Beide Typen – die offen kämpferischen oder verdeckt manipulativen sind in der Körpermitte verspannt. Bei Schauspielern und Politikern sind psychopathische Tendenzen häufiger vertreten, als andere Körpertypen. Der Psychopathische Typus entspricht dem bisherigen gesellschaftlichen Idealbild – er verkörpert Dynamik, Erfolg und Leistungsfähigkeit.

Doch gefragter sind heutzutage weniger die kämpferischen als eher die kreativen Qualitäten dieses Körpertypen. Wenn du deine Machttendenzen in Verantwortungsgefühl einbringst, dann hast du Führungsqualitäten im positiven Sinne. 

Dein schwierigster Lernprozess ist es, die Stärke zu erkennen, die in deiner Schwäche liegt – lasse also Tränen, Trauer und Hilflosigkeit auch einmal zu und lerne das Annehmen deiner Wut darüber, dass du ausgenutzt wurdest. Dein Weg zu deinem neuen Abenteuer geht über das Herz.

Wie du mit einem „Psychopathen“ umgehen kannst

Der Psychopathen-Typ ist jederzeit gut für einen Joke oder auch für eine Gefälligkeit. Die Liebenswürdigkeiten sind im Freundeskreis besonders sichtbar, zu Hause kann er sich jedoch aufführen wie ein verwundetes Raubtier.

Kritisch wird es, wenn du seine/ihre Autorität in Frage stellst oder wenn aus dem Nebeneinander ein Miteinander werden soll. 

Stichwort Kontrollverlust: Wenn dem Psychopathen-Typus droht, das Gefühl der Überlegenheit und Unabhängigkeit zu verlieren, wird er/sie alles tun, um die Machtposition zu festigen. Aus dem Helfer kann schnell ein Henker werden. 

Da die gesamte Lebensstrategie auf „tarnen und täuschen“ aufgebaut ist, nimmt es dir der Psychopathen-Typ sehr übel, wenn du seine Manöver durchschaust. Denn dann wird er mit seiner Schwäche oder seinem niedrigen Selbstwert konfrontiert.

Bleibe beim Psychopathen-Typus in deiner Nähe ganz klar.
L
asse dich nicht auf Machtkämpfe ein.  Grenze dich ab.

Darüberhinaus stelle keine großen Erwartungen und lass „lange Leine“. Gib ihm das Gefühl, dass er schwach sein darf, sich hingeben darf, ohne dass er abhängig gemacht wird. Er/sie wird immer wieder abwehren, was er/sie sich am meisten ersehnt: Nähe und Intimität.

Da brauchst du ziemlich viel Geduld und Großmut. Durch die ständigen Versuche, dich zu beherrschen, kann er/sie dich jedoch sehr dazu bringen, deine innere Stärke zu finden. 

#11 zu #06 Woran du masochistische Tendenzen bei dir und anderen erkennst

Folgsamkeit, Sauberkeit, Leiden und Essen – sind zentrale Begriffe in deinem Leben. Das Äußere ist dir immer als das Wichtigste vermittelt worden – bei fürsorglicher bis überfürsorglicher, erdrückender Behandlung.

Vor allem verbale Manipulation hat in dir Unterwürfigkeit hervorgerufen, deine Wut wurde nicht angenommen. Darüberhinaus war es einfach, in dir Schuldgefühle zu erzeugen.

Wenn schon kein äußerer Widerstand möglich ist, so willst du zumindest durch innerlichen Widerstand dafür sorgen, dass deine Mutter nicht das bekommt, was sie will. Doch in dir bleibt oft der Vibe von Würdelosigkeit, den du auszugleichen versuchst, indem du dich mit Stolz durchs Leben schleppst. Deine Augen können traurig und leidend im Ausdruck sein und dein „Genick“ eingezogen, denn möglicherweise wurdest du oft gehänselt und herumgeschubst. 

Deine Energie verwandelt sich in Masse – Du hältst  Impulse fest und „bunkerst“ sie ein – vorrangig im Hals im Bauch/Darm und in deiner Haut. Möglicherweise sind deine liebsten Aufenthaltsorte das Bett, die Toilette und der Esstisch.

Auswirkungen auf deine Beziehungsqualität:

Wenn du immer wieder den Misserfolg in dein Leben einlädst, dann kann dies auf die unbewusste Tendenz der Selbstbestrafung hinweisen – dadurch möchtest du dich an deinen Mitmenschen rächen. Wie oft musstet du dich schon echter Freude entziehen? Außen ein angepasster Ja-Sager verbirgt jedoch den inneren Nein-Sager. 

Wenn du auf andere anziehend wirkst, dann hat ist es meist wegen deiner freundlichen Art. Du bist ein/e gute/r und verständnisvolle/r ZuhörerIn und gehst mit deinem/r PartnerIn treu durch dick und dünn. 

Erlaube dir jede Form von Körper- und Bewegungsarbeit sowie Tanz und Spiel. Entdecke immer wieder deine Lebendigkeit.

Wie du mit einem „Masochisten“ umgehen kannst

Den Maso auf seinen Selbstbetrug hinzuweisen, macht ihn besonders halsstarrig und er wird „bremsen“ – kann also langatmig und umständlich reagieren, wobei du ausflippen könntest.  Manchmal kommen seine Aggressionen also versteckt und möglicherweise auch hinterhältig zum Vorschein. Letztendlich ist es die Angst vor Bestrafung, wenn der Maso-Typus das  „Nein!“ offen zeigt. Es ist die innere Meinung des Maso-Typen, Geborgenheit nur finden zu können, wenn seine Freiheit geopfert wird. 

Teile einem Maso-Typus mit, wie es dir mit ihm geht, jedoch erzähle im nicht, wie er/sie sein sollte. Bedränge ihn/sie nicht, lasse dich jedoch auch nicht auf Halbwahrheiten und faule Kompromisse ein. 

Der masochistische Typ kann so viel geben. Er liebt die Fülle und teilt gerne und kann sich auch total an das Leben hingeben.

#12 zu #07 Woran du rigide Tendenzen bei dir und anderen erkennst:

Du warst groß, großartig – doch es wäre noch besser gegangen!!! Das war die Botschaft, die bei dir ankam. Trotz guter Leistungen warst du nicht gut genug. Um Zuwendung zu erhalten, musstest du dich überdurchschnittlich zeigen, sonst wurde dir Enttäuschung oder Desinteresse entgegengebracht. So hast du in dir das Konzept „Liebe durch Leistung“ oder „Liebe durch Lärm“ verinnerlicht.

Als „phallischer Varianten-Typ“ des Rigiden-Typus musstest du dich anstrengen, um wahrgenommen zu werden und deine Gefühle durftest du nicht zeigen. Du legst größten Wert auf deinen Erwachsenen-Status, gibst dich rational, logisch und ernsthaft und hegst ständig Zweifel daran, dass du ein wertvoller Mensch bist. Um anerkannt zu werden, perfektionierst du dich ständig. Deine Kraft und deine Anmut gefielen und gefallen anderen sehr gut.

Als „hysterischer-Varianten- Typ“ wurdest du nur wahrgenommen, wenn du aufgeregt oder überdreht warst. Du nimmst dich wichtig, jedoch fühlst du dich nicht und nimmst dich in deinen traurigen Gefühlen und der Angst vor Verletzung nicht ernst. Mit deinen weichen und weiblichen Formen erschienst und erscheinst du für andere sehr attraktiv. 

Energetisch bist du stark geladen – viel Energie fließt vom Zentrum nach außen, kommt jedoch hier zum stoppen. Wenn du Kontakt zu deinen Gefühlen hast, kannst du sie jedoch wenig ausdrücken. Somit sind die Muskeln unter ständiger Spannung. 

Als typisch Rigide/r kommst du niemals auf die Idee, dich selbst zu hinterfragen. Du schaust gut aus, du hast Erfolg – was also mehr? „Therapie ist etwas für Kranke!“ – denkst du. Wenn andere von Selbstzweifeln geplagt sind, machst du einfach weiter. „Lebenskrisen? – nein danke“.

Manchmal kommst du erst ins Nachdenken, wenn du schon am Abgrund stehst. Rigide neigen schon auch mal zur Selbstzerstörung. 

Dabei hast du die Fähigkeit, so stark mit deinem Herzen verbunden zu sein, wie kein anderer Körpertypus. Höre die Stimme deines Herzens und folge ihr. Auch die meditative Stille Kraft tut dir überaus gut.

Beide Varianten des Rigiden-Typus sollten auf ihre Entspannung achten und lernen loszulassen.

Wie du mit einem Rigiden-Typus am Besten umgehst:

Nur, wer seinen eigenen inneren Ruhepunkt gefunden hat,
wird dem Rigiden gewachsen sein
.

Manchmal sind sie sprunghaft, zerstreut und unaufmerksam.

Rigide brauchen Menschen in ihrem näheren Umfeld, die nichts von ihnen fordern und bei denen sie sich mit ihrer Lebendigkeit und ihrem stark bewachten Herzen öffnen und sich geborgen fühlen können.

Für den „phallischen Varianten-Typus“ ist es wichtig, dass du ihm immer wieder das Gefühl gibst, dass du ihn um sein/ihretwillen magst und nicht wegen seiner Taten. Auch signalisiere, dass du möglicherweise Zeit benötigst, um bei seinen Aktionen mitzukommen. 

Beim „hysterischen Varianten-Typus“ ziehe dich „warm an“. Dieser Typ kann klammern, dich trotzig und dramatisch mit Vorwürfen überschütten. Hinter überdrehtem Verhalten steckt eine tiefe Unsicherheit: „Werde ich geliebt und anerkannt?“ Bringe also Zeit und Aufmerksamkeit mit und nimm ihn/sie ernst.

Mit beiden Varianten-Typen wird es dir jemals langweilig.

#13 Fazit:

Die Reise mit dem Körper hinterlässt ihre Spuren. Wir werden geprägt und prägen uns im Laufe des Lebens. Dabei reift auch die Erkenntnis:

„Der Körper lügt nicht!“

Wenn gleiche oder unterschiedliche „Körpertypen“ sich finden, werden bestimmte Dynamiken erzeugt.

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