Ayurveda Teil 1 – Neuanfang

Du hast Ayurveda im Rahmen einer Massageanwendung kennengelernt? Das ist wundervoll. Doch der Ayurveda hat weit über den Wellness-Ansatz noch mehr zu bieten.

Ayurveda ist eine traditionelle Heilmethode, welche Diagnose und ganzheitliche Behandlung einschließt. Möchtest du mehr erfahren über dieses umfassende Lebenskonzept? 

#1 Ayur-Veda

In der altindischen Sprache Sanskrit setzt sich Ayurveda aus den Silben Ayus und Veda zusammen und bedeutet „das Wissen vom Leben“. Ayus wird als Leben, als Kombination von Körper, Sinnesorganen, Geist und Seele definiert. Veda wird mit Wissen übersetzt. 

Das Wissen vom Leben wird uns im Ayurveda auf diversen Ebenen vermittelt. Ziel der ayurvedischen Lehre ist es, den Körper bei der Verstoffwechselung zu unterstützen und die Selbstheilkräfte zu aktivieren. 

#2 Ayurveda für alle Menschen

Das ayurvedische Gesundheitskonzept enthält ein Schema für jede/r Frau/Mann, um auf Grund bestimmter Erkenntnisse und deren praktischer Umsetzung gesund im umfassenden Sinne zu bleiben. Darüber hinaus schenkt uns der Ayurveda eine Fülle von Tipps, die unser Leben verschönern und bereichern.

#3 Gesund sein und ethisch leben

Wie schön ist es, wenn dieses „Wissen vom Leben“ zum integralen Bestandteil unseres täglichen Daseins wird? Dann ist es möglich, dass Verpflichtung für Gesundheit und ethische Lebensweise zur Kür wird, das Wissen vom Leben zu einer Kunst reift.

#4 Das bestmögliche Potenzial ist in der Natur verankert

Diese Lebenskunst ist die wahre Bedeutung von Ayurveda. Sie vermag uns im Leben zu helfen, das bestmögliche Potenzial unserer Natur voll auszuschöpfen.

#5 Lebensphilosophie

Eine Lebensphilosophie, die auf alle Facetten eines individuellen Lebens eingehen kann, bedeutet eine große Hilfe. So werden auch bestimmte meditative Praktiken empfohlen, die jedoch in der Regel auf keinen Fall mit den gewohnten religiösen Praktiken in Konflikt geraten.

#6 Drei Bioenergien Vata, Pitta, Kapha

Die Grundlage aller ayurvedischen Diagnose- und Therapieverfahren liegt in der Ermittlung der angeborenen Konstitution eines Menschen.
Die Bioenergien Vata, Pitta und Kapha sind in jedem Menschen von Geburt an in unterschiedlichen Anteilen vorhanden und bilden „Doshas“, die allen physiologischen Vorgängen zugrunde liegen. Sie sind für körperliche Funktionen zuständig und prägen den Körperbau und die Charakterzüge eines Menschen.

#7 Vata Dosha:  das Prinzip der Bewegung:

Ist dein Element die Bewegung, bist du geistig und körperlich rege und schnell – manchmal auch nervös? Bist du empfindsam bei viel Luftbewegung? Dann hast du vermutlich viel der Bioenergie Vata Dosha.

Vata Dosha meint wechselseitige und kommunikative Wirkkraft, die den Körper als Ganzes bewegt.

Die Funktionen sind demnach u.a. der Kreislauf aller Elemente und Substanzen im Organismus: das Ein- und Ausatmen, Laufen, Sprechen und die Entsorgung von Abfallprodukten.

Die Eigenschaften, die das Dosha von den Elementen übernimmt sind entsprechend trocken, rau, und kalt. 

  • Tipp:
    Nimm warme, suppige Gerichte wie Eintöpfe oder Aufläufe zu dir.
    Am Morgen beginne mit einem warmen Frühstücksbrei.
    Bevorzuge Wurzelgemüse.
    Unterstütze wärmende Faktoren durch natürliche Süße  von Früchten sowie Gerstenmalz und Honig.
    Vermeide Rohkost und kühlende Getränke sowie zu viel Stimulanzien.
    Gewürze mit beruhigender Wirkung sowie süße Gewürze sind vorteilhaft: u.a. Lavendel, Vanille, Zimt, Kardamom, Ingwer, Süßholz, Anis, edelsüßer Paprika.

#8 Pitta Dosha – das Prinzip der Umwandlung

Bist du ein feuriger Typ, bist du dynamisch oder auch zu schnell erhitzt? Dann hast du viel Bioenergie Pitta Dosha.

Pitta Dosha meint substanzielle und metabolische Wirkkraft, welche biochemische Veränderungen verursacht.

Die Funktionen sind demnach u.a. die Sicht, Verdauung, Hitzeproduktion, Hunger, Durst, Weichheit, Geschmeidigkeit, körperliche Ausstrahlung.

Die Eigenschaften, die das Dosha von den Elementen übernimmt, sind heiß, durchdringend, beweglich.

  • Tipp:
    Im Sommer trinke einen kühlen Pfefferminztee. 
    Geeignet für Dich sind Nahrungsmittel mit kühlenden Eigenschaften wie z.B. Fenchel und grünes Blattgemüse wie Spinat, Rhabarber, Rucola.
    Auch  Obst – außer Zitrus- sind vorteilhaft um Pitta auszugleichen.
    Vermeide Alkohol, Kaffee, Zitrusfrüchte, auch zu salziges, scharfes und zu saures Essen. Ideale Kräuter sind u.a. Minze, Melisse, Koriander, Petersilie, Kurkuma, Estragon, Salbei.

#9 Kapha Dosha – das Prinzip der Struktur

Fühlst du dich körperlich und psychisch stabil, manchmal eher zu „dicht“, zu kompakt? Dann ist die Bioenergie Kapha Dosha bei dir vermutlich vorrangig vorhanden.

Kapha Dosha meint aufbauende und erhaltende Wirkkraft, welche der Erhaltung und Reproduktion dient.

Die Funktionen sind u.a. gut funktionierende Gelenke, Stabilität, Ausdauer, Mut, Selbstzufriedenheit, Widerstandsfähigkeit

Die Eigenschaften, die das Dosha von den Elementen übernimmt sind  kalt, feucht, schwer, unbeweglich

  • Tipp:
    Trinke am Morgen einen frischen Gemüse-Smoothie mit Ingwer.
    Bevorzuge zwei Mahlzeiten am Tag/ Intervall-Fasten sowie leichte Nahrungsmittel.
    Vermeide kühlende Rohkost und Milchprodukte.
    Bevorzuge z.B. wärmende gedünstete Gemüse mit Knoblauch Ingwer und kräftigen Gewürzen wie Chili, Pfeffer, Senfkörner, Wacholder, Kardamon und Zimt.

#10 Konstitution Prakriti

Unsere angeborene Natur wird als Prakrti bezeichnet. Sie gibt Auskunft darüber, welche Bioenergie in einem Menschen am stärksten ausgeprägt ist und gibt Aufschluss sowohl über psychosomatische Eigenschaften als auch über die Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten.

#11 Momentane Störung Vikrti

Im Hinblick auf die Behandlung ist es meist hilfreich zu ermitteln, welche momentane Störung (Vikrti) der Doshas vorliegt. Das Dosha, welches von Natur aus bereits dominiert, neigt dazu, am ehesten aus der Balance zu geraten.

#12 Triguna/Drei Gunas: Sattva, Rajas, Tamas

Neben den drei  Bioenergien/Doshas /Tridosha existieren drei geistige Urkräfte, welche die gesamte Materie/Prakriti durchdringen und die für die Bildung der Elemente zuständig sind. Die Wirkung der Triguna ist extrem subtil. Wir nehmen sie in erster Linie über unsere Psyche und Verhaltensweisen wahr.

#12 Was beeinflusst uns und wirkt in uns?

Die drei Faktoren Sattva, Rajas und Tamas werden über Nahrung und Umwelteinflüsse einschließlich des psychosozialen Umfeldes aufgenommen. Die drei psychischen Faktoren können im Sinne einer Beeinflussung des Immunsystems über das Nerven- und Hormon-System verstanden werden.

#13 Sattva  

Sattva ist die Urkraft und der Eindruck von Harmonie, Bewusstheit. Es bedeutet in sich selbst zu ruhen, die Qualität ist rein, hell und leicht.

#14 Rajas         

Rajas ist die Urkraft und der Eindruck von Aktivität und Leidenschaft. Die Qualität ist ich-bezogen, ruhelos und ehrgeizig.

#15 Tamas

Tamas ist die Urkraft und der Eindruck von Unwissenheit und „Schlaf“. Die Qualität ist apathisch, drückend und dunkel. 

#16 Sattva als Reinheit und Ausgeglichenheit

Sattva bedeutet im Sanskrit: das Seiende, Wahre.

Sattva wird als höchstes der drei Gunas gesehen, da es einem Menschen Wahrhaftigkeit, Erkenntnis und Weisheit verleiht. Sattva wirkt erhellend und erfreuend. Auf der Körperebene unterstützt es die Regsamkeit der Organe.

#17 Wie können wir das Guna Sattva fördern?

Sattva wird gefördert durch eine ethische Lebensweise, wozu auch gesunde und balancierte Ernährung gehört. Sattva wird auch gefördert durch Meditation, Achtsamkeit und eine körperliche Übungspraxis, die den feinstofflichen Fluss im Körper unterstützt.

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