Beziehungen – Schlüssel sucht Schloss

Es gibt keine Zufälle in Begegnungen und Beziehungskonstellationen!

Nichts geschieht zufällig auf dieser Welt, auch im mitmenschlichen Bereich nicht. Es hat einen Sinn, wenn wir einem Menschen begegnen, auch dann, wenn er ganz anders ist als wir selbst und uns nicht nur gute Gefühle bereitet.

Beziehungen existieren u.a. zwischen Freund, Feind, Mann, Frau, Mensch und Tier. Es mag sich um Freundschaft, Liebe, Ehe, geschäftliche Partnerschaften oder sonst eine Begegnung mit dem DU handeln, immer geht es maßgeblich um eine Entwicklung zwischen zwei Grundpfeilern hindurch.

# 1 Gleich und gleich 

Ein Grundpfeiler in Beziehungen ist das „gleich und gleich gesellt sich gern“: Vergleichbar dem harmonischen Schwingen zweier Töne teilen wir Ansichten und Vorlieben und können uns in unseren Kompetenzen und Freuden wiederfinden.

Zum Beispiel finden wir nährende und erhaltende Unterstützung in gemeinsamen Projekten, harmonieren in Genuss-Vorlieben und Urlaubsvorlieben, sind uns einig in finanziellen Themen, Ordnung und Struktur sowie Weltanschauung und Kindererziehung.

Kehrseite:

Auch in gemeinsamen Geschichten der Vergangenheit oder Problemen können wir uns im anderen wiederfinden, was uns mehr Verständnis für unser eigenes Leben bringen kann. Wenn das gegenseitige Verständnis sich jedoch eher in eine gemeinsame Opferspirale entwickelt, dann ist dies nicht mehr förderlich für die jeweilige Weiterentwicklung.

  • Durch welche Beziehungen fühlst du dich in welchem Bereich deines Lebens kraftvoll bestätigt?
  • Mit welchen Menschen ziehst du an einem Strang?
  • Welche Beziehung bringt Leichtigkeit in dein Leben?
  • Durch welche Beziehungen fühlst du dich in welchem Bereich deines Lebens gebremst?
  • Welche Beziehung bringt eher Schwere in dein Leben?

# 2 Gegensätze ziehen sich an

Gerade das „Anders sein“ wirkt im polaren Feld der Erde für uns Menschen wie ein kraftvoller Magnet. Verbinden sich zum Beispiel für die Zeugung eines Kindes Menschen mit jeweils „anderem Blut“ hat dies für ein starkes Immunsystem in der Nachkommenschaft eher positive Auswirkungen.

Was ist es, was uns zunächst am anderen anzieht? Zum Beispiel die Art zu denken und die Art Dinge anzupacken; Körperbewusste oder mentalere Typen können sich anziehen, ebenso wie unterschiedlicher kreativer Ausdruck oder Kommunikationsstil und vieles mehr.

Kehrseite:

Manchmal ist das Gegensätzliche auch zu konträr zu den eigenen Vorstellungen und führt dann eher zur Abwehr. Jemand ist dir zu laut oder zu leise, zu extrovertiert oder zu introvertiert.

  • In welchen Beziehungen erlebst du eine gegensätzliche Kraft?
  • Welche Kraft zwischen euch übt auf dich eine positive Spannung aus?
  • Welche Kraft zwischen euch wirkt auf dich unangenehm?


# 3 Irrationales geschieht

Gerade in der Partnerwahl gibt es eine Anziehungskraft, die etwas Irrationales haben kann. Zum Wesen der Liebe gehört, dass sie den, der sie kennenlernt, verzaubert. Diese Angerührt-Werden vom Eros ist etwas Gewaltiges und Erschütterndes. Die Liebeslyrik aller Zeiten und Völker spricht wundervolle Texte und singt Lieder davon.

# 4 Anima und Animus

Der Psychoanalytiker Carl Gustav Jung beschreibt in seinem Konzept die Anima u.a. als die innere weibliche Seite des Mannes und Animus als die innere männliche Seite der Frau.

Im Wunsch nach Ergänzung ist uns auf der Spielwiese der Beziehungen das DU gegeben, welches unsere Sehnsüchte erfüllen und uns vervollständigen möge. Über viele Jahre, vielleicht unser ganzes Leben lang, kann dies durch eine äußere Beziehung auf bestimmten Ebenen der Beziehung glücklicherweise erfüllend erlebt werden.

  • Kennst du diese Sehnsucht nach Vervollkommnung in dir?
  • Was wünscht du dir am meisten in deiner bestehenden Partnerschaft
    oder deiner Wunsch-Beziehung?

# 5 Polarisation von männlichem und weiblichem Anteil in der eigenen Seele

Töpfchen sucht Deckelchen also mit gehöriger Portion Sehnsucht nach Erfüllung. Der innewohnende Wunsch nach Erfüllung ist der Wegweiser der Seele, sich für Heilung, Vervollkommnung, Einheit und Ganzheit auf den Weg zu machen. Das Fehlen der „besseren Hälfte“ führt zuvor jedoch oft zu Unzufriedenheit, Schmerz und dem Gefühl, das innere Gleichgewicht nicht vollständig erreicht zu haben. 

# 6 Konfliktpotenzial

Wenn zwei sich unvollkommen fühlende Personen eine größere „Bestellung“ an den jeweils anderen haben, spiegeln sie sich gegenseitig das was ihnen fehlt, jedoch auch die eigene Schwäche. Wenn das Gegenüber nicht bereit ist, genau diese „fehlenden“ Anteile zu ergänzen, dann führt dies recht schnell bereits über die Nicht-/Kommunikation zu Problemen.

# 7 Beziehungsstress im Zusammenleben

Die Problemthemen drehen sich dann meist um Verantwortung und Verantwortungsübernahme, um Versorgung und Befürfnisbefriedigung, um Ruhe und Passivität versus Leidenschaft und Aktivität, um Kooperation oder Konkurrenz.

  • Welche Themen sind in deinen Beziehungen konflikthaft?

# 8 Liebe auf den ersten oder zweiten Blick – Seelenverwandschaft?

Es gibt viele Spielarten der Existenz, Menschen zusammenzuführen. Eine Spielart ist die „Liebe auf den ersten Blick“, meist vielleicht gefühlt als Verliebtsein, manchmal auch als sehr tiefes gegenseitiges Verstehen. Im zweiten Blick kann die Verbindung sich noch intensiver herausheben – wie eine „Schlüssel-Schloss-Verbindung“, die sich einfach nur stark, groß oder manchmal unbeschreiblich anfühlt.

# 9  Seelenaustausch – verbunden sein

Dieses Gefühl der Seelenverwandschaft kann wegweisend für die individuelle Entwicklung oder die Bestimmung eines Paares sein: Tatsächlich wie „für einander geschaffen“ zu sein; Trotz Unterschieden und Krisen entwickeln sich beide individuell oder im zeitweiligen Kontakt oder auch im Zusammenleben weiter.

Die Energie bleibt letztendlich auf dem höchsten Niveau des tiefen Verbunden-Seins und eines großen Seelen-Austausches. Dies ist nur möglich, durch die Bereitschaft zur emotionalen Reifung.

# 10  Emotionale Entwicklung

In der emotionalen Reifung geht es darum, nicht nur eine Seite in sich auszuleben und den Partner als Ausgleich und Ergänzung von der eigenen, nicht ausgebildeten Seite zu benötigen, sondern die innerlich unbelebte oder abgelehnte Seite zu entfalten.

Die Auseinandersetzung mit dieser Projektion auf das DU und das Bemühen um eigene Entfaltung  kann helfen, den/die jeweilige/n Partner/In als Chance im Sinne einer Förderung und Entwicklungspotenzial wahrzunehmen.

# 11  Klickstellen

In jeder Form von Beziehungsstatus und insbesondere wenn wir in Paarvereinigung gehen, erzeugen sich „Klickstellen“ zwischen den Partnern. Partner sind dann wie Entwicklungshelfer/Innen in unserem Leben.

# 12  Ideal-Projektion in der emotionalen Entwicklung

Unterschiedliche Fähigkeiten und Charaktereigenschaften zu haben, sind wundervolle Bereicherungen für ein Individuum in einer Beziehung. Darüber hinaus ist das Ganze dann mehr als die Summe der jeweiligen individuellen Systeme, denn es entsteht gemeinsamer kreativer Raum und neues Potenzial.

Sind wir allerdings in Selbstvermeidung und lagern unser eigenes Entwicklungs-Potenzial an das DU im außen aus zum Beispiel aus Bequemlichkeit oder Ängstlichkeit, dann geben wir unsere eigene Lebenskraft an den Partner im Außen ab. Wir Idealisieren den Anderen und schmälern uns selbst.

  • Ist es an der Zeit, dass du in bestimmten Aspekten selbst in deine Kraft kommst?

# 13  Abwehr/Hass-Projektion in der emotionalen Entwicklung

In der Abwehr- und Hass Projektion ist es für uns schwieriger zu erkennen, dass der/die Andere ein/e Entwicklungshelfer/In für uns darstellt. Das „Störende“ im Außen möchte uns jedoch ebenso in unserem ganzen Dasein spiegeln; Denn wir können dadurch zum Beispiel erfahren, worin wir vielleicht zuvor zu viel idealisiert haben.

# 14  Ist es nun an der Zeit aufzuwachen?

Wenn es Zeit ist aus der Täuschung zu erwachen – werden wir ent-täuscht. Das DU spiegelt uns also noch gänzlich ungelebte Anteile in uns oder solche, die wir in uns selbst ablehnen. Sie führen ein „Schatten-Dasein“ und wollen nun gesehen werden.

  • Kennst du diese Erfahrung von „harter Spiegelung“ in deinem Leben?
  • Wie ist eine Enttäuschungs-Situation entstanden?
  • Kennst du Neid, Eifersucht und Hass in dir?
  • Welche Bedürfnisse und Wünsche haben sich bisher noch nicht für dich erfüllt?

# 15 Yin und Yang

Im Symbol/Modell des Yin und Yang wird Berg und Tal, Licht und Schatten abgebildet. Wo Licht ist, ist auch Schatten und umgekehrt. Wir suchen die Balance in uns immer wieder neu, denn sie ist unser ursprünglichster harmonischer Zustand.

Dieser Grundgedanke ermöglicht eine andere Perspektive auf die partnerschaftliche Beziehung. Er kann als Basis und Möglichkeit für die persönliche Entwicklung und inneres Wachstum betrachtet werden.

# 16  Das Neue – der Wandel

Wenn sich polarisierende Bild in einer Partnerschaft verändern möchte, geht es darum, sich gegenseitig darin zu fördern und zu unterstützen, mit den eigenen Schattenseite in Dialog zu kommen um sie zu transformieren.

# 17  Egozentrisches Handeln auflösen

Die Fähigkeit zur Öffnung und empathischen Wahrnehmung lässt in Folge mehr Verbundenheit zu. Die Angst, zu viel zu geben oder die Angst sich durch annehmen zu verpflichten, wird geringer. Die gegenseitige Bereitschaft sich für den anderen einzusetzen und sich selbst zu zeigen wird größer.

# 18  Die Fähigkeit zur Liebe entwickeln 

Liebe in Beziehung und Partnerschaft ist dann die innere Haltung und die erlernte Fähigkeit liebend zu sein. Der Partner/die Partnerin ist somit nicht mehr das Objekt der Liebe. Partnerschaft ist dann auf manchen Ebenen tatsächliche Ergänzung, auf anderen Ebenen wiederum Spiegel und damit Herausforderung, weitere unterentwickelte Anteile jeweils in sich zu integrieren.

# 19  Sexualität

Das Erleben der Sexualität ergänzt diese erweiterte Perspektive in hohem Maße. Sexuelles Erleben ist dann nicht nur die Sättigung des physiologischen Triebbedürfnisses, sondern ein Ausdruck des Wunsches nach Ganzheit und Einheit. Dieser Wunsch nach Vereinigung ist als spirituelle Energie zu betrachten, die sich sowohl physisch als auch psychisch in den Körpern manifestiert.

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