Reine Ätherische Öle – Kostbarkeiten

Ätherische Öle werden meist als Duftöle bezeichnet und spielen eine zentrale Rolle in den Wissenschaften der Aromakologie und Aromatherapie. Wahrscheinlich hast du schon einmal von ihnen gehört, doch um was genau handelt es sich hier eigentlich? Und vor allem, was ist der Unterschied zwischen „Reinen Ätherischen Ölen“ und „Aromaölen“?

01  Ätherische Öle

Ätherische Öle sind flüchtige Substanzen, die in Pflanzen, insbesondere in Blättern, Blüten und Schalen, produziert und im Gewebe gespeichert werden. Das Wort „flüchtig“ könnte hierbei irrtümlich als negativ interpretiert werden. Im Kontext von ätherischen Ölen bezieht sich die Flüchtigkeit jedoch auf die Fähigkeit einer Substanz, rasch ihren Zustand zu verändern.

02  Wahrnehmung des Aroma bereits aus dem Gefäß

Die chemische Zusammensetzung der flüchtigen aromatischen Verbindungen in ätherischen Ölen ermöglicht es ihnen also, sich schnell durch die Luft zu verbreiten. Daher ist es möglich, das Aroma eines ätherischen Öls bereits beim Öffnen der Flasche wahrzunehmen, selbst aus der Entfernung.

Es wurde bisher die Existenz von mehr als 3.000 Arten von flüchtigen aromatischen Verbindungen nachgewiesen. Die Art einer solchen Verbindung bestimmt maßgeblich den Nutzen, das Aroma und die Charakteristik eines jeden ätherischen Öls.

03  Die Charakteristik eines Duftes 

Diese Öle prägen also den charakteristischen Duft einer Pflanze und erfüllen verschiedene Funktionen. Die genaue chemische Zusammensetzung variiert je nach Pflanze und Pflanzenteil. Die Duftstoffe in den Ölen enthalten Stoffe, die der Pflanze helfen, Insekten anzulocken, Schädlinge fernzuhalten und gegen Krankheiten zu schützen.

04  Lange Tradition

Wusstest du, dass die Anwendung ätherischer Öle keinesfalls eine vorübergehende Modeerscheinung ist, sondern bereits vor Jahrtausenden in verschiedenen Zivilisationen weltweit ihren Ursprung fand?

So wurden ätherische Öle etwa bereits im alten Ägypten zu Schönheitsbehandlungen und Bestattungsritualen verwendet. Auch in der ayurvedischen Heilkunst aus Indien spielen Aroma,- und Pflanzenstoffe eine wichtige Rolle. Die alten Römer wiederum verwendeten diese Öle gerne für Parfüms oder Duftbäder.

05  Herstellung von ätherischen Ölen

Die Gewinnung ätherischer Öle erfolgt meist durch Wasserdampfdestillation. Die Grundidee besteht darin, dass Pflanzen einen bestimmten Destillationsprozess durchlaufen, der mithilfe spezieller Ausrüstung durchgeführt wird, um das ätherische Öl von den Pflanzenteilen herauszulösen.

Das ätherische Öl ist in verschiedenen Teilen der Pflanze vorhanden, oft nur in mikroskopisch kleinen Mengen. Während des Destillationsprozesses trennen heißer Wasserdampf und die mechanischen Abläufe in der Apparatur das ätherische Öl von seinem ursprünglichen Pflanzenteil.

Jedoch werden ätherische Öle nicht alle auf die exakt gleiche Weise hergestellt, der genaue Prozess hängt von der Art der Pflanze ab.

06  Die Reinheit eines Öles

Auch die Reinheit eines Öls kann durch verschiedene Faktoren wie geografische Lage, Destillationsmethode oder Wetterbedingungen variieren.

Selbst wenn eine Pflanze sorgfältig ausgewählt, gepflegt und geerntet wurde, kann die Qualität ihres ätherischen Öls während des Destillationsprozesses verbessert oder beeinträchtigt werden.

Destillateure müssen daher äußerst präzise arbeiten und sorgfältig auf Aspekte wie Erntemethoden, Temperaturen, Destillationsdauer und Druckverhältnisse achten.

07  Negative Aspekte bei Billigprodukten,
positive Aspekte bei Reinen ätherischen Ölen

Faktoren, die nicht so schön sind:

Es gibt keine Festlegungen für die ätherischen Öle-Industrie!
Zur Herstellung wird chemische Extraktion genutzt!
Die Qualität der Pflanzen für die Öle ist nicht standardisiert!

Weitere Informationen, die oft nicht bekannt sind:

Rückstände fettlöslicher Pestizide in der Pflanze können sich im ätherischen Öl anreichern!
Da viel Pflanzenmaterial zur Herstellung der ätherischen Öle gebraucht wird, wird das Endprodukt oft gestreckt mit Alkohol!
Eine Zertifizierung gilt meist „Rein“ bezüglich „aromatisch“ – siehe die Informationen auf dem Etikett!
Manche Hersteller produzieren gemäß Lebensmittelstandard.

Daher wollen wir reine ätherische Öle nutzen mit rein positiven Aspekten:

  • Einzigartige Qualität » CPTG „Certified Pure Tested Grade®“
  • Nachhaltige, verantwortungsvolle Beschaffung 
  • Umfangreiche und gründliche Prüfung und Transparenz bei Testergebnissen
  • Klare & zugängliche Informationen zur Sicherheit und Anwendung

08  Verwendung und gesundheitliche Wirkungen

Die Verwendung von ätherischen Ölen erstreckt sich über die Duftstoffindustrie und Kosmetik bis hin zu nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln.

Die Wirkung ätherischer Öle geht jedoch über den Duft hinaus. Studien belegen schützende, balancierende und pflegende Eigenschaften von reinen ätherischen Ölen.

Präparate mit ätherischen Ölen zeigen zum Beispiel Wirkungen bei Atemwegs-Erkrankungen, Magen-Darm-Beschwerden und Entzündungen im Mund- und Rachenraum.

Die Anwendung von ätherischen Ölen ersetzt keine Diagnostik beziehungsweise Abklärung von Symptomatiken. Diagnose und Behandlung obliegt den Ärzten/Naturärzten/HeilpraktikerInnen.

09  Aromatherapie

Unser Körper macht an jedem einzelnen Tag eine Bandbreite von körperlichen Empfindungen und Emotionen durch. Reine ätherische Öle können uns dabei helfen, unser Wohlbefinden zu regulieren und zu erhalten. Das Aroma kann chemische  Reaktionen im Gehirn hervorrufen, innere Empfindungen auslösen und Emotionen verstärken. 

Die Aromatherapie unterscheidet auf geistig-seelischer Ebene verschiedene Wirkungsweisen, darunter

stimmungsaufhellend – zum Beispiel Mandarine,
erdend – zum Beispiel Vetiver,
entspannend – zum Beispiel Muskatellersalbei,
vitalisierend – zum Beispiel Minze und
harmonisierend zum Beispiel Jasmin.

Einige Öle können sogar mehrere Wirkungen gleichzeitig entfalten.

10  Aktivierung des limbischen Systems

Durch die Aufnahme über die Schleimhäute der Nase oder die Haut wirken ätherische Öle positiv auf das Wohlbefinden, indem sie das limbische System im Gehirn in Sekunden aktivieren und die Ausschüttung von Botenstoffen zu emotionaler und mentaler Balancierung stimulieren können.

11  Unterstützung für Säuglinge, Kinder, bei Schwangerschaft und in der Stillzeit

In diesen besonders schützenswerten Zeiten sind die sonst so wertvollen Urtinkturen und spagyrischen Essenzen nicht anwendbar, da die wirksamen Kräfte der Pflanzen durch Alkohol haltbar gemacht werden.

Reine ätherische Öle können ihre kostbare Wirkung hier entfalten. Zu beachten sind jedoch die ordungsgemäße Anwendungen der reinen ätherischen Öle für die oben genannten Gruppen, denn die Wirksamkeit der Essenzen kann weitreichend sein.

12  Wie kann ich reine ätherische Öle für mein Wohlbefinden nutzen? Topische Anwendung

Die topische Anwendung von ätherischen Ölen ist äußerst effektiv, da diese aufgrund ihres niedrigen Molekulargewichts und ihrer Fettlöslichkeit leicht in die Haut eindringen und dort den Organismus stimulieren können.

Eine Verbesserung der Aufnahme kann durch eine sanfte Massage zur Steigerung der Durchblutung oder durch Zugabe eines Trägeröls erfolgen.
Auch um Hautreizungen zu vermeiden, ist die Verdünnung mit einem Trägeröl, wie fraktioniertem Kokosöl, empfehlenswert.

Das übliche Verdünnungsverhältnis beträgt bei Erwachsenen hierbei ein Tropfen ätherisches Öl zu drei Tropfen Trägeröl, bei Kindern gilt ein höheres Verdünnungsverhältnis. Die individuelle Dosierung hängt von Größe, Alter und Gesundheitszustand ab.

Du kannst kleine Mengen über den Tag verteilt anwenden und mit der kleinstmöglichen Dosis beginnen. Die topische Anwendung kann je nach Bedarf alle 4–6 Stunden erneuert werden. 

Es werden bestimmten ätherischen Ölen, die auf die Haut aufgetragen werden, eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben. Zum Beispiel soll Teebaumöl antibakteriell, Thymianöl antiviral und Kardamomöl schleimlösend wirken.

Weitere effektive Methoden der topischen Anwendung:

  • Ein paar Tropfen Öl ins warme Badewasser geben.
  • Eine heiße oder kalte Kompresse mit ätherischen Ölen auf den gewünschten Bereich anwenden.
  • Öl in Lotion oder Feuchtigkeitscreme mischen und auf die Haut auftragen.
    Sensible Stellen, die dabei ausgespart werden sollten sind:       
    Der Augenbereich und die Ohren und rissige, geschädigte oder anderweitig verletzte Haut.

13  Wie kann ich reine ätherische Öle für mein Wohlbefinden nutzen? Aromatische Anwendung

Aromatische Anwendungsmöglichkeiten sind

Direkt aus der Flasche zu riechen – sehr intensiv!
Ätherische Öle auf einen Duftstein oder auf einen Wattebausch zu geben.

In einem Diffusor die Öle zu „vernebeln“ – dies trägt zu einem rundum guten Raumklima bei: In einer Duftlampe verliert reines ätherisches Öl – nicht nur durch Überhitzung – seine Wirksamkeit.

Ätherische Öle zur Verneblung im Diffusor für Erwachsene, Kinder, Schwangere und Säuglinge:

Hierbei sind insbesondere bei Kindern, Schwangeren und Säuglingen korrekte Anwendungen zu beachten – bestimmte Öle dürfen NICHT verwendet werden für Säuglinge kleine Kinder, Stillende Mütter und bei Schwangerschaft. 

Ätherische Öle zur Verneblung im Diffusor

  • Beeinflussen die Stimmung positiv
  • Unterstützt freieres Durchatmen
  • Steigert das Wohlbefinden
  • Fördert emotionale und mentale Balance


14  Wie kann ich ätherische Öle für mein Wohlbefinden nutzen? Innerliche Anwendung

Bei innerlicher Anwendung werden den ätherischen Ölen beispielsweise antibakterielle, verdauungsfördernde oder vitalisierende Wirkungen zugeschrieben. In der Aromaküche werden ätherische Öle genutzt, um Gerichte zu verfeinern,

Hier sollte die Dosierung unbedingt sorgfältig beachtet werden, um eine angemessene Dosis sicherzustellen und das Risiko von Toxizität zu vermeiden. Dies kannst du sicherstellen, indem du die Empfehlungen auf dem Etikett und weitere professionelle Vorgaben streng einhältst.

Effektive Methoden der innerlichen Anwendung:

Kochen oder Backen:
Verwende ätherische Öle als Ersatz für frische oder getrocknete Kräuter und Gewürze. Beachte dabei die hohe Konzentration der Öle und beginne mit einer geringen Menge.

Zahnstochermethode:
Besonders bei kraftvollen Ölen ist es ratsam, die Zahnstochermethode anzuwenden. Tauche das Ende eines sauberen Zahnstochers in das ätherische Öl und füge es dann zu deiner Speise hinzu. Dies ermöglicht eine präzise Dosierung.

Getränke:
Du kannst ätherische Öle auch in Wasser, Smoothies, Milch, Tee oder andere Getränke dazugeben. Beginne auch hier mit einer minimalen Menge, um die Intensität zu kontrollieren und dich an den Geschmack zu gewöhnen.

Insgesamt bieten ätherische Öle nicht nur einen betörenden Duft, sondern entfalten auch eine Vielzahl von gesundheitsfördernden Eigenschaften. Von der traditionellen Aromatherapie bis zur innerlichen Anwendung in der Küche ermöglichen sie uns, die heilende Kraft der Pflanzen auf vielfältige Weise zu nutzen.

Dennoch ist es entscheidend, ätherische Öle verantwortungsbewusst und gemäß den empfohlenen Anwendungsrichtlinien zu verwenden, um ihre Vorteile sicher zu genießen.

Kulinarik:
Bestimmte ätherische Öle haben eine kulinarische Tradition und können zur Unterstützung der Gesundheit verwendet werden. In konzentrierter Form dienen sie als Nahrungsergänzung, die direkt über den Magen-Darm-Trakt in den Blutkreislauf gelangt.

Die fettlöslichen Öle verteilen sich leicht im gesamten Körper, einschließlich des Gehirns und werden anschließend verstoffwechselt und ausgeschieden.

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