Superfood und Immunstärkung

Superfoods unterstützen unseren Energie-Level präventiv.

Bei Infektionen liegt der Schlüssel in einer guten Abwehrfunktion.

Infektionskrankheiten entstehen aus dem Zusammenspiel der folgenden drei Faktoren: 

Den Erregern, der körperlichen Abwehr also dem Milieu und des Immunsystems im Allgemeinem, sowie dem vorhandenen psychischen Schutzmantel.

Da Erreger immer vorhanden sind, ohne dass es zu einer (starken) Infektion kommen muss, liegt der Schlüssel in einem guten Schutz, in einer guten Abwehr.

# 1  Die Schleimhäute sind die erste Barriere unseres Immunsystems

Die intakte Haut und Schleimhaut versperren den Weg ins Gewebe und besitzen intelligente Abwehrmechanismen.

Im Schleim bleiben Mikroorganismen und Schmutz haften.

Die Flimmerhärchen transportieren Eindringlinge durch Husten und Niesen nach außen.

Die Abwehrstoffe liegen in den Sekreten wie Lysozym (auflösendes Enzym) und Lactoferrin (hemmt Bakterienwachstum).

80% unserer Immunzellen sitzen entlang des Verdauungstraktes. Unsere spezifische Abwehr wird dort trainiert und ausgebildet.

TIPP: Lasse von Zeit zu Zeit die Besiedelung deines Darmes in einem dafür spezialisierten Labor untersuchen. Du kannst bequem zu Hause Stuhl in ein Röhrchen füllen und erhältst eine sehr genaue Bilanz deines derzeitigen Milieus deines so wichtigen „Komposthaufens“.

# 2  Ausreichende Trinkmenge schützt vor Krankheit

Die Trinkmenge variiert nach Größe und Gewicht und damit auch etwas abhängig von der Nahrungsaufnahme. Zweieinhalb Liter Wasser pro Tag zu trinken ist ein Anhaltspunkt.

Für die Sekretbildung muss ausreichend Wasser zur Verfügung stehen: für Speichel, Nasensekret, Befeuchtung der Augen, Schleim im Magen-Darm-Trakt und im Urogenital-Gewebe.

Regelmäßige Durchspülen verhindert Festsetzen von Eindringlingen zum Beispiel im Rachen und in der Harnröhre.

Das Stuhlvolumen und damit die Bewegung im Darm wird erhöht.

# 3  Die körpereigenen Barrieren pflegen und unterstützen 

Die Übertragungswege von Infektionen sind hauptsächlich durch Schmier- und Tröpfchen-Infektion gegeben. Außer dem regelmäßigen Händewaschen mit natürlichen Seifen sind

tägliche Nasenspülungen mit der richtigen Dosierung einer Natursalz-Zugabe perfekt um Eindringlingen die Zugangswege in den Körper zu verwehren.

TIPP: Es gibt Behälter aus Plastik in der Apotheke zu kaufen – dazu gehören die abgewogenen Salzmengen in kleinen Sachets. Wenn du etwas übst, kannst du das Salzwasser über eine Tasse oder Becher durch die Nase ziehen. Mit ayurvedischem Nasenöl kannst du im Anschluss die Nasen-schleimhäute pflegen.

Zusätzliches Gurgeln mit Wasser, welches mit speziellen Ölen angereichert ist sowie ayurvedisches Öl-Ziehen unterstützen die natürliche Barriere im Mund-Rachenraum immens.

Die Reinigung der Raumluft durch regelmäßiges Lüften kann ergänzt werden durch den Einsatz von Verneblern, welche natürliche ätherische Öle in sanfter Dosierung im Raum verteilen.

# 4  Wie unsere Psyche die Gesundheit beeinflusst

Angst und Stress schwächen unsere Abwehr. 

Stresshormone aktivieren die Abwehrmechanismen des Körpers, doch Dauerstress führt zur Erschöpfung der eigenen Ressourcen.

Dauerstress fördert latente Entzündungsprozesse. Auch Angst und negative Gedanken schwächen die Abwehr. 

In der Ruhe, im Herzensfrieden und in klaren Gedanken liegt die Kraft!

Es ist daher enorm wichtig, das Vertrauen in die Selbstheilungskräfte wiederherzustellen und dem  gesamten Geist-Psyche-Körper-System wieder vollste Unterstützung zu geben. 

Für ein starkes Immunsystem in der „Winter-Episode“ benötigen wir also…

„Power aus der Ernährung,“

„Wow durch frische Luft“,

„Einen freien Kopf – mentale Ent-Stressung“

„Balance – durch einen ganzheitlichen Ansatz bei Körperübungen“

„Liebe und Lachen – sie sind die stärksten Emotionen“

# 5  Eine Auswahl von Superfoods nicht nur für den Winter

Superfoods verfügen über einen hohen Gehalt an pflanzlichen Nährstoffen. Sie unterstützen das Immunsystem und unseren Energie-level für gute Gesundheit, Vitalität und Grundstimmung. 

Bitterstoffe schenkt uns die  Natur in einer Vielfalt von Pflanzen. Bitterstoffe unterstützen die Leber bei ihren großen Verstoffwechselungs-Aufgaben. Wir sollten die Bitterstoffe wieder zurück in den Speiseplan bringen – sie wurden in den letzten Jahrzehnten meist durch zu viel süße Naschereien verdrängt.

Artischoke: Die große Blütenknospe ist reich an Polyphenolen und regt die Leber und Gallentätigkeit an. Weitere Bitterstoffe sind enthalten in Radiccio und Chicoree, Mariendisteltinktur, Olivenblatt-Tinktur, Wermut, Bitterorangenschale Löwenzahnwurzel, Enzian-, Curcuma-, Ingwer- und Galgant-Wurzel.

Avocado: Sie enthält u.a. Provitamin A als Vorstufe des Vitamin A und die Vitamine E und K. Ihr Fett ist einfach-ungesättigt. 

TIPP: Löffle die Avocado am Besten mit einem Plastiklöffel sauber aus – vor allem das dunkelgrüne ist nährstoffreiches Fruchtfleisch. Zusammen mit Naturkakao z.B. in einem Mousse ergibt es ein perfektes Geschmacks-erlebnis.

Info : Pro 1 Kilogramm Avocado-Ernte werden 1000 kg Wasser pro Tag benötigt. Zum Vergleich Rindfleisch benötigt ca. 15.000 Liter/kg, Eier und Käse je 3000 Liter /kg

Bohnen und Linsen: Es gibt hier eine große Sortenvielfalt! Sie sind eine hervorragende Quelle für pflanzliche Proteine.

TIPP: Vor dem Verzehr Hülsenfrüchte über Nacht einweichen, das Einweichwasser wegschütten. Je nach Dicke, richtig aufkochen lassen für mindestens 10 Minuten. Grüne Bohnen vor dem Einfrieren blanchieren.

Sehr lecker: Kuchen aus gekochten pürierten roten Bohnen zusammen mit Datteln.

Tempeh: Wird heute hauptsächlich hergestellt aus Lupinen und Soja. Anders als Fleisch enthält das Produkt kein Cholesterin. Die asia-
tische Spezialität aus fermentierten Sojabohnen ist reich an Mineral-stoffen wie Magnesium, Phosphor und Kalium. Außerdem enthält Tempeh viele Ballaststoffe und hat einen hohen Gehalt an Isoflavonen. Der Eiweissgehalt von Soja-Tempeh ist beträchtlich höher als bei Tofu.

TIPP: Am besten schmeckt es, das Tempeh zu marinieren und dann zu braten.

Kichererbsen: Sie sind extrem proteinreich. Roh gekocht oder aus der Dose sind sie hervorragend für ein Hummus (benötigt Hochleistungs-gerät) oder für getrocknete Kirchererbsen als Snack.

TIPP: Abgetrocknete Kirchererbsen in Olivenöl wenden – 25 min im Backofen garen. Dann würzen. Nochmals 10 min im Backofen nach-garen.

Datteln und Feigen: Sie sind ballaststoffreich, enthalten reichlich Mineralstoffe und Spurenelemente. Am besten 1 Tag vor Verzehr einweichen und alles weiterverwenden.

TIPP: Fein püriert zusammen mit gemahlenen gerösteten Mandeln oder Haselnüssen ergibt die Mischung eine Grundlage für Dips und Saucen – z.B. auch Feigensenf sowie für natursüße Energiebällchen. 

Heidelbeeren, Holunder-, schwarze Johannisbeeren, Brombeeren im Sommer als Frucht, im Winter als Ursäfte:  Sie sind voller Antioxidantien, entzündungshemmend, das Immunsystem stärkend. Alle dunklen Beeren sind reich an Anthodyanin-Pigmenten. Sie sind ein Booster für die Stärkung der Gefäße.

Goji Beeren: Im Winter essen wir sie getrocknet – diese herben Früchte sollen viele positive Eigenschaften haben: Immunkraft und Augenkraft stärkend; sie wirken blutverdünnend – daher nicht zu nehmen bei Einnahme von Gerinnungshemmern.

Grünes: Vor allem die grünen, dunklen Gemüse sind voller Nährstoffe. Sie sorgen für einen besseren Blutfluss und schützen die Zellwände. Mangold wächst sehr lange bis in den späten Herbst im Garten. Rucola und Kapuzinerkresse wachsen bis zum ersten Frost. Dunkle Kohlsorten stehen uns über den Winter zur Verfügung.

Algen: Mikroalgen binden Gifte und sollen dem Körper helfen, sie wieder los zu werden.

Chlorella hat einen hohen Eisen-Magnesim und Kaliumgehalt und ent-hält wenig Jod,

Spirulina enthält viel Vitamin B12 und wenig Jod.

Dulse, Meerlattich, Nori in Kombination zu beziehen als Meeressalat: 
Von Natur aus sind sie reich an Jod – die Tagesdosis-Menge von ca. 1g getrocknete Algen sollte daher nicht überschritten werden.

TIPP: Sie werden unter fließendem Wasser abgespült und 10 Min in kaltem Wasser eingeweicht; Abgießen, Einweichwasser wegschütten, 5 min garen und zu Reis, Nudeln oder Suppen hinzufügen oder als Salat verzehren.

Nüsse: Sie bestehen aus einem großen Teil aus Eiweiß und Fett und sind dadurch energiereich, machen schnell und lange satt. Sie enthalten viele einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Haselnüsse bestehen zu 63 Prozent aus Fett, sollten also in Maßen genossen werden. Sie enthalten B-Vtamine, Zink, Kupfer, Kalzium, Kalium und Magnesium.

Walnüsse haben einen hohen Anteil an Omega 3 Fettsäuren, auch enthalten sie Vitamin E, B-Vitamine, Eisen, Zink, Kalium und Magnesium. Sie haben eine gute Ökobilanz, da sie zwischen September und Dezember auch bei uns wachsen. 

Macademia gehören zu den teuersten Nüssen und haben viel Vitamin E, Omega 3- und andere ungesättigte Fettsäuren.  Auch beinhalten sie B Vitamine und einen hohen Magnesium-Anteil.

Paranüsse beinhalten viel Selen und sollten nur in geringen Mengen (zum Beispiel 1 Nuss pro Tag) verzehrt werden.

Pistazien enthalten Vitamin B 6, Kalium Phosphor und Magnesium, sind jedoch anfällig für Schimmel und benötigen ganz besonders eine sehr trockene Lagerung.

Mandeln enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E, Magnesium und Calcium. 1 Kilo Mandeln benötigen ca. 10.000 Liter Wasser, was in manchen Anbaugebieten zu Dürren führt. 80% der weltweit angebauten Mandeln kommen aus den USA. 

Erdnüsse sind eigentlich Hülsenfrüchte doch ihre Nährwerte gleichen den Nüssen. Sie gehört zu den magnesiumreichsten pflanzlichen Nahrungsmitteln. Die Transportwege sind ebenso weit – USA und Südamerika sind die Hauptlieferanten.

TIPP: Um Gewürznüsse zuzubereiten den Ofen auf 150 °C (Umluft) vorheizen: Ein Eiweiß mit 1 TL Wasser schaumig schlagen und die Nüsse damit vermengen. Die Gewürze – nach Geschmack – vermischen und über die Nüsse geben. Alles nochmal gut vermischen.

Die Gewürznüsse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und 20 Min rösten. Nach 10 Minuten einmal wenden.  Anschließend die Nüsse auf dem Blech trocknen lassen.

Hanfsamen, Lein- und Chia-Samen: Rösten verstärkt das nussige Aroma von Hanfsamen. Leinsamen werden am Besten in einer Ölmühle frisch gemahlen. Leinsamenschrot- oder -/mehl sollte nicht allzu lange aufbewahrt werden;  Chia-Samen eignen sich gut als Grundlage für Pudding.

Sesam: TIPP: für ein „Gomasio“ den Sesam rösten und anschließend mit Qualitäts-Salz im Mixer „schroten“. Ideal zum Nachsalzen und Würzen auf die fertig gegarten Speisen z.B. Suppen.

Koriander- Fenchelsamen und Kümmelkörner: leicht angeröstet schmecken sie besonders gut. Sie unterstützen die Verdauungskräfte und können nach den Mahlzeiten gekaut werden.

Kürbis- Sonnenblumen- und Pinienkerne: Leicht angeröstet sind sie eine geeignete Zwischenmahlzeit.

Omega 3 haltige Öle aus pflanzlicher Herkunft sind Leinöl, Hanföl, Algenöl. Aus tierischer Herkunft ist Fischöl oder Krill-Öl die Omega-3-Quelle. Die Qualität ist bei allen Ölen sehr entscheidend.

Info: Omega 3 Öle sollten wir bevorzugt gegenüber Omega 6 zu uns nehmen, denn in der heutigen westlichen Welt liegt der Konsum von Fettsäuren im Durchschnitt bei 20:1 von Omega 6 zu Omega 3 Fettsäuren.  

Folgt man den Empfehlungen der deutschen Gesellschaft für Ernährung, sollte das Verhältnis  bei unter 5:1 liegen, denn Omega 3 Fettsäuren sollen weitaus mehr entzündungshemmend wirken als Omega 6 Fettsäuren. 

Jalapenos: Sie wachsen bis in den Herbst hinein im Garten. Chilischoten sind reich an Capsaicin, was für die Schärfe verantwortlich ist, sie haben entzündungshemmende und antimikrobielle Wirkung.

Vorsicht: sie sind unterschiedlich scharf. Hände unbedingt waschen und nicht an die Augen fassen, nach dem Waschen oder Schneiden der Jalapenos.

Fermentiertes Kraut/Kimchi: Der mild-sauer schmeckende fermentierte Kohl ist reich an Mineralstoffen, Vitaminen und Milchsäurebakterien. Beim Fermentieren entsteht zum Beispiel Vitamin B. Es schmeckt lecker und ist leicht selbst zu machen.

TIPP: Es braucht nur größeres Einmachglas oder einen speziell dafür geeigneten Topf aus Ton. Weißkraut & more/ z.B. Karotten fein schneiden und nach Rezept (s. www.) in den Topf lagern. Dann brauchst du nichts mehr zu tun außer sauber halten und warten. Roh verzehren ist das Beste, denn wenn das Kraut erhitzt wird, gehen nicht nur viele Vitamine verloren, sondern auch die besonders nützlichen Milchsäurebakterien.

Kurkuma/Gelbwurz: Diese orangen-farbene Wurzel wirkt stark entzün-dungshemmend und hat eine antioxidative Wirkung. und ergänzt sich gut mit Ingwer. Pfeffer und Kokosöl erhöhen die Bioverfügbarkeit von Kurkuma.

TIPP: Die Wurzel ist für Kurkuma-Milch zu Paste zu verarbeiten – alternativ Pulver gemäß des Rezeptes s. mein Blogartikel Ayurveda 

Vorsicht: Schwangere und Stillende sowie Patienten mit Gallensteinen sollten auf Kurkuma tendenziell verzichten.

Meerrettich: Gilt als entzündungshemmend, antiviral und antibakteriell. Er enthält Senföle, die Erkältungen vorbeugen und Schmerzen lindern können. Reichhaltig Vitamin C, B und Spurenelemente sind im Meerrettich enthalten. 

TIPP: Die Wurzel ist für Kurkuma-Milch zu Paste zu verarbeiten – alternativ Pulver gemäß des Rezeptes s. mein Blogartikel Ayurveda 

Vorsicht: Schwangere und Stillende sowie Patienten mit Gallensteinen sollten auf Kurkuma tendenziell verzichten.

Shiitake-Pilze:  Standardisierte Extrakte sollen als Immunstimulans uns Menschen dabei helfen, das Immunsystem und die Abwehrkräfte natürlich stärken zu können.

Info: Shiitake Pilze könnten dementsprechend auch gegen COVID-19 beziehungsweise gegen das SARS-Cov-2-Coronavirus nützlich sein. So die Theorie aktueller Forschungen.

Colostrum: Das Kolostrum, auch Vormilch, Erstmilch oder Kolostral-Milch genanntfördert Reifung sowie Erhalt eines ausgewogenen Immunsystems. Es hilft Wachstum und Reparatur im Körper zu steuern und ist von Natur aus für Babys angelegt als ein Füllhorn von bio-aktiver Immunkompetenz.

# 6  Gute Nacht TIPP: 
 
Eine Portion Vitamin C am Abend zu sich genommen, lässt die meisten Menschen besser schlafen. „Leichte Früchte“ wie Maracuja und Kiwi sind bestens dafür geeignet.
 
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